Archiv für April 2010
Grillen mit Konny Reimann
Nach fast einer Woche Schulungsauftenthalt in Schleswig, wollte ich den heutigen freien Tag eigentlich geniessen und ausspannen. Aber weit gefehlt. Irgendwann heute Nacht zwischen halb und voll kam Danito mit Schnoddernase angekrochen, weil er schlecht geträumt hat. Um 7 Uhr war dann auch die Nacht vorbei, weil ich ganz zärtlich von einer Rotzdusche aus der Besucherritze geweckt wurde. Die Erkältung von Danito hat sich zu einer handfesten Grippe mit Fieber ausgeweitet. Er musste nicht zur Schule und wir sollten um 8:30 beim Arzt auf der Matte stehen.
Nach Arztbesuch und gemütlichem Frühstück, ist uns eingefallen, dass Morgen die Geschäfte, wegen dem Maifeiertag, geschlossen haben. Danito zu Hause gelassen und Nora und ich mit dem Skoda ab nach Gensingen in den Globus. Für 10 Uhr war der Parkplatz schon ganz schön voll. Das verpennte Rheinhessenvolk hat wirklich mal den Hintern früh hoch gekriegt um den Wochenendeinkauf zu erledigen. Aber im Globus war es weniger schlimm als befürchtet.
In der Fleischabteilung noch ordentlich Grillvorräte und Schnitzel eingekauft, um auch das Wochenende zu überleben. Für das Wochenende ist nämlichen Grillen und Spargel essen angesagt. Es gibt nichts schöneres als frisch gestochenen Spargel vom Weingut Weinmann. Und ich wusste, im Globus gibt es die Orischinal Texas-Salsa von Aussteiger Konny Reimann zu kaufen. Das Glas hat vor etwa einem halben Jahr über 4 Euro gekostet. Deswegen war ich umso mehr erstaunt, dass der 440g Kübel für nur noch 99 Cent unter das Volk gebracht werden sollte. Hat sich wohl doch zum Ladenhüter entwickelt. Ich muss auch ganz ehrlich eingestehen … wenn sie so schmeckt, wie sie aussieht, dann gute Nacht.
Aber bei der nächsten Grillparty wird die Salsa getestet. Wir haben ja noch unsere Nachbarn Conny und Mischa. Die werden wir erstmal als Versuchskaninchen einspannen. Sollte das Zeug nicht schmecken, können wir es immer noch unter das Katzenfutter mischen. Dann lernen auch unsere Kampfkatzen den Geschmack der großen Freiheit aus Texas kennen.
Schönes Wochenende
Messekoller 2010
Einen Messenkoller habe ich jetzt, nach vier Tagen Light & Building 2010 in Frankfurt. Vier Tage Beine in den Bauch stehen, vier Tage Produkte präsentieren, vier Tage ein freundliches Gesicht auflegen, vier Tage zum Teil schmierige Vertriebsmitarbeiter um sich ertragen müssen, vier Tage sich morgens anchakkernde und Firmenlieder singende Messeteilnehmer. Und das schlimmste war … vier Tage im Anzug, mit Hemd und Krawatte rumlaufen. Jeden Tag adrett gekleidet, jeden Tag geputzte Schuhe, jeden Tag frisch gestylt, jeden Tag nicht gestunken (ausser am Abend). Das ist nicht wirklich nicht meine Welt. Was nicht heisst, dass ich ungepflegt bin. Ich achte schon auf mein Äusseres, nur nicht so extrem, wie in diesen vier Tagen.
Man hat auf so einer Messe mit allerlei Leuten zu tun. Da gibt es die verdammt wichtigen Parkplatzwächter, die darauf achten, dass Du auch in das richtige Parkhaus im Messegelände fährst, dass der Parkausweis auch deutlich in der Windschutzscheibe liegt und dass das Auto gerade eingeparkt ist. Oder die Eingangswächter, die auch peinlichst genau drauf achten, dass Du mit Deinem Ausstellerausweis auch wirklich nur einmal durch den Eingang läufst. Und natürlich, jaaaanz wichtich, die Messesecurity, die darauf achtet, dass man nicht unbeaufsichtigt in irgendwelche Ecken pinkelt, man seinen eigenen Messestand nicht fotografiert, oder dass Messebesucher Ihre auf der Fahrtreppe fahrende Frau fotografiert. Ob das Sinn macht oder nicht, sei dahingestellt. Man darf auch anscheinend keine Musiker auf den berühmt berüchtigten Messeparties fotografieren. Ich kann es verstehen, dass der Vertriebsleiter der Firma X es nicht gut findet, wenn er der Assistenten der Firma Y in den Ausschnitt langt und dabei fotografiert wird. Aber dass das Fotografieren allgemein nicht gestattet ist, sollte dann in den Hallen doch durch die Frankfurter Messe deutlich gekennzeichnet werden (einige Messestände haben entsprechende Schilder aufgestellt).
Und bevor man da anfängt, sollte die Messesecurity der Frankfurter Messe dafür sorgen, dass chinesische Produktpiraten des Feldes verwiesen werden. Denn die bewegen sich teilweise völlig ungeniert auf den Ständen namenhafter Hersteller und fotografieren fleissig, damit sie in ihrer Heimat die Produkte mit minderwertiger Qualität nachbauen und auf Messen anbieten. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man einem Chinesen nicht klar machen kann, dass er das nicht darf. Obwohl, bei einigen Mitarbeitern der Security habe ich den Eindruck, dass die noch nicht mal die deutsche Sprache beherschen. Vielleicht könnte man denen noch einen Hauptschulabschluß verkaufen.
Wie dem auch sei. Die Messe war verdammt anstrengend aber auch wieder ganz schön. Und für den Rest der Welt, der noch nie auf einer Messe war, habe ich trotzdem ein paar Fotos geschossen die ich hier veröffentliche.
Ostern in Destedt
Die Osterfeiertage haben wir dieses Jahr in Destedt bei meinen Eltern verbracht. Highlight neben dem Ostereier suchen, war am Ostersamstag das Destedter Osterfeuer. Viel Laberei mach ich hier heute auch gar nicht. Ich habe wieder viele alte Freunde und Bekannte getroffen und wir haben zusammen ordentlich Pullenbier getrunken.
Nachdem Danito am Ostersonntag Ostergeschenke gesucht hat, sind wir am Sonntagabend zu einer etwas aussergwöhnlichen Tour gestartet. Wir haben versucht so viele Osterfeuer wie möglich abzufahren. Als Beweis wurde ein Foto geschossen. Zum Ende der Tour wurden die Fotos immer schwächer. Als wir in Gardessen angekommen sind, waren nur noch Rauchschwaden zu sehen. Was man auf dem Foto leider nicht mehr so gut erkennt. Gestartet sind wir in Hemkenrode, Lucklum, Veltheim, Schulenrode, Cremlingen, Sickte und Gardessen.
War eine bekloppte Idee, weil es in Strömen teilweise geregnet hat, aber es hat Spass gemacht.


















