Urlaub

Trecker fahr’n

Eicher Mammut Es gibt interessanteres, als sich auf allen Fernsehsendern diese langweilige Hochzeit von der Insel anzusehen. Die letzten Urlaubstage habe ich damit verbracht, ein paar Fotos und Videos von unserem Osterbesuch in Destedt zu bearbeiten.

Am Ostersamstag kam Nachbar Wofi mit seiner neuesten Errungenschaft, einen Eicher Mammut Bj. 1963, bei meinen Eltern vorgefahren. Nach monatelanger Restauration des guten Stückes, stand eine Probefahrt an. Da Danito ein großer Trecker-Fan ist, bot sich diese Einladung natürlich an. Opa Lutz durfte das Mammut lenken, Danito setzte sich auf den Seitensitz und Wofi und ich haben uns hinten auf die „Abchecker-Stange“ gestellt.

eicher_collage

Nach kurzer Einweisung ging es los. Zuerst die Elmstraße runter, dann den Steinberg rauf und über den Mittelweg und Vor dem Elm zurück zur Ausgangsposition. Von hier aus ging es noch einmal in den Elm und wieder zurück. Wir hatten viel Spass auf der „Abchecker-Stange“ und Erinnerungen wurden an alte Zeiten wach. An das Osterfeuer zusammenfahren mit der Feuerwehr. An meine Kindheit auf dem Bauernhof und meinen ersten Treckerunfall mit 6 Jahren auf der Kuhweide nebenan. Eicher Mammut Hier durfte ich im Standgas den Trecker lenken, während Onkel Eßmann auf dem Anhänger stand und das Sauerblatt an die gefrässigen Kühe verteilte. Er wollte, dass ich Rechts rum fahre. Mit 6 Jahren wusste ich natürlich nicht wo Rechts und Links ist. Ich also nicht Rechts rum, sondern drehte das Lenkrad in das andere Rechts. Da war ein Zaunpfahl im Weg, der platt gemacht wurde. Nicht nur der Zaun war im Arsch, sondern auch der Tag und der vordere Kotflügel des Treckers. Nach diesem Erlebnis hatte ich dann vom Trecker fahr’n erstmal genug. Mit ca. 12 Jahren wurden dann die Trecker größer und ich kannte auch den Unterschied zwischen Rechts und Links.

Weitere Fotos vom Mammut

Wenn Lanz am Haken baumelt, Kramer in der Presse taumelt,
wenn Hanomag die Strassen teert, ist Eicher fahren Lebenswert!

 

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Schwarzwaldurlaub Tag 5 bis 7

Hier nun noch der letzte Teil von meinem Reisebericht aus dem Schwarzwald.

Das Wetter hat es mit uns gar nicht gut gemeint. Silvester und Neujahr waren nochmal so richtig schön dunkel und verregnet. Am Silvestermorgen nach dem Frühstück sind wir noch einmal nach Calw gefahren um noch ein bißchen Feuerwerk zu besorgen. Gesägt tun getan. Es war richtig entspannend durch das Kaufland zu laufen und den hektischen Menschen beim Einkaufen zu zusehen. Was man in den letzten Jahren immer noch selbst erledigen musste, konnte man dieses Jahr getrost links liegen lassen. Es hat schon Vorteile wenn man sich um nichts kümmern muß.Kloster Hirsau

Nachdem wir aus dem Skoda einen Gefahrguttransporter mit hochexplosiver Ladung gamcht haben, ging es auf dem Rückweg am Kloster Hirsau vorbei. Hier haben wir einen kleinen Stop eingelegt, um uns das Kloster anzusehen und ein paar Fotos zu schiessen.

Die Nagold So haben wir den Tag ganz gut über die Runden bekommen. Mittags waren wir noch in Schömberg eine Kleinigkeit essen um anschliessend ins Hotel zurück zu kehren und sich auf den Abend vorzubereiten. Das hiess etwas auf dem Bett schwächeln und den Skispringern im Fernsehen bei der Qualifikation für das Neujahrsspringen zusehen. Viel haben ja unsere deutschen Adler nicht auf Reihe bekommen. Aber gut, zum Einschlafen hat es gereicht.

Gegen 19 Uhr ging es dann los. Sektempfang, 5-Gang-Menü und Alleinunterhalter warteten auf Ihren Einsatz. Es gab ein reichhaltiges Vorspeisenbüffett, ein tolles Hauptgericht und ein super leckeres Eisbüffet. Bei dem die Eingeborenen aus Oberlengenhardt und Umgebung Ihren ganzen guten Anstand vergessen haben und selbst Kinder aus der Schlange ziemlich rabiat wegdrängten. Danito war schon ziemlich entsetzt, wie Erwachsene Menschen sein können. Liebe Kinder ! Hier ein Aufruf von mir. Nehmt Euch keine Erwachsen über 60 zum Vorbild. Und schon gar nicht welche aus Schömberg. Die zeigen Euch, wie man es nicht machen soll.

Vorspeisenbüffett mit Alleinunterhalter Lecker Entenbrust mit Mohnschupfnudle und Rosenkohl Die Eisbomben werden präsentiert

Anschliessend haben wir ein paar Gläschen Wein zu uns genommen und haben noch ein paar Familien mit Kindern kennengelernt. Um Mitternacht war es dann endlich so weit. Das neue Jahr wurde begrüsst und die Kinder freuten sich auf die Silvesterknallerei. Wir waren wieder mal die einzigen, die auch kindgerechtes Feuerwerk dabei hatten. Somit habe ich die Kinderschar um mich gehabt und wir ballerten was die Tüte hergab. Irgendwann gegen halb waren wir dann auch ziemlich müde und angetrunken, dass wir dann in die Koje gefallen sind. Am nächsten Morgen gab es ein zünftiges Sektfrühstück mit allem was dazu gehört. So haben wir bis gegen Mittag mit den anderen Hotelbewohnern gemütlich gefrühstückt. Anschliessend Neujahrsspringen angesehen. Die Ergebnisse der Deutschen werden hier nicht weiter kommentiert. Und so haben wir den Tag gemütlich ausklingen lassen.

Ankunft der Kutsche Am nächsten Morgen, oh Wunder, war auseinmal alles weiß. Über Nacht hat es ca. 10cm Schnee heruntergeworfen. Wir haben in eine wunderschöne Landschaft geschaut und haben dann auch den Tag entsprechend genutzt. Nachmittags stand dann auch noch die ausgefallene Kutschfahrt von vor 3 Tagen an. Das Wetter hat natürlich gepasst. Wunderschöner Sonnenschein mit einer Pferdekutsche durch den verschneiten Schwarzwald. Die Fahrt ging ca. eine gute Stunde. Nach der Kutschfahrt gab es im Ochsen noch lecker Glühwein und Butterbrezeln. Der Glühwein hat einem den Boden unter den Füssen weggerissen … ich weiß gar nicht warum.Muddie und Vaddie

Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir den Nachmittag gemütlich ausklingen lassen können. Aber unser Hotelwirt hat sich für den Abend noch etwas einfallen lassen. Nach einem gemeinsamen Abendessen, kam noch Werner mit seiner Quetschkommode und gab einiges zum Besten. Es wurde noch ein richtig gemütlicher Abend mit Volksweisen und auch einigen Saufliedern. Zumindest habe ich dafür gesorgt, dass Werner auch so was mal auf seiner Umhängeorgel gespielt hat. So stelle ich mir auch gemütliche Abende auf einer einsamen Skihütten im Alpenmassiv vor. Nix um sich rum. Nur Glühwein und Werner mit seiner Steyrischen, der schmutzige Thekenlieder spielt. Soooo schön !

gemütlicher Abschlußabend Aber auch der Schönste Abend geht einmal vorbei. Denn am nächsten Tag war Abreise angesagt. Nachdem wir pünktlich aufgestanden sind, gefrühstückt und bezahlt haben, ging es wieder Richtung Heimat. Die Bundesstrassen im Schwarzwald in Richtung Pforzheim waren mehr schlecht als recht geräumt. Aber für mich als schwarzwalderfahrener Fahrer führte diese Schikane keinerlei Probleme mit sich. Was aber der Hammer ist, in Pforzheim steht an fast jeder Ampelkreuzung ein Blitzer. Einer für die Ampel, einer für die Geschwindigkeit. Hier sieht man, dass es die Stadt Pforzheim ziemlich nötig hat, seinen Mitbürgern und Gästen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die letzten 20 Jahre wurde da nämlich nichts mehr gemacht. Höchstwahrscheinlich, weil alles Geld in den Aufbau Ost ging und der Schwarzwald dabei ziemlich blöd aus der Wäsche schaut. Genauso wie andere Touristengebiete im Westen (im Goldenen). Es wird Zeit, dass auch in Deutschland mal wieder ein paar Fördergelder abkriegen … aber das nur am Rande. Nach knapp zwei Stunden Fahrt sind wir dann wieder glücklich in Wörrstadt gelandet.

Wir wünschen allen Lesern und Freunden ein erfolgreiches Jahr 2010 !