Bierhähnchen
Im TV habe ich einen Bericht gesehen, in dem gezeigt wurde, wie ein Bierhähnchen in einem Kugelgrill gegrillt wird. Und da ich gerne grille, gerne Hähnchen esse und auch gerne mal ein Bierchen zische, habe ich mir gedacht, das ganze mal “nachzugrillen”. Rein zufällig habe ich mir zu diesem Zeitpunkt einen Kugelgrill angeschafft. Nicht einen von Weber, die sind mir einfach zu teuer, sondern einen von Kingstone. Der ist mindestens genauso gut und ich bin super zufrieden mit dem Gerät.
Alleine habe ich das natürlich nicht geschafft, sondern mein Norle hat mir bei der Zubereitung geholfen. Für die Zubereitung wird unter anderem für ein komplettes Hähnchen und eine Büchse Bier benötigt (am besten halber Liter). Mein Beitrag zur Zubereitung bestand darin, dass ich die beiden halben Liter Bier bis zur Hälfte ausgetrunken habe. In den Rest Bier, in der Dose, hat Nora diverse Kräuter reingeworfen und dann das einmarinierte Hähnchen mit dem aufgerissenen Hinterteil auf die Bierbüchse gestülpt.
Während das Hähnchen von Nora zubereitet wurde, habe ich mich um den Grill gekümmert. Natürlich habe ich mir auch gleich einen Anzündkamin für die Grillkohle besorgt. So ein Anzündkamin ist nicht das Schlechteste. Man wirft die Kohle bzw. Grillbriketts oben rein und legt unten einen Grillanzünder rein. Der Rest passiert von alleine. Durch den Kamineffekt (Physik im Alltag) sind nach ca. 20 – 30 Minuten die Kohlen schön rotglühend und man kann sie auf den Grill kippen.
In dem Fernsehbericht habe ich auch gelernt, was eine indirekte Grillzone ist. Man verteilt die Kohlen gleichmässig an die Seiten und legt in den freien Raum, in die Mitte, eine Grillschale oder ähnlichen Auffangbehälter, für das abtropfende Fett des Grillgutes. Da ich aber zu dem Zeitpunkt keine Auffangschale griffbereit hatte, musste ich improvisieren. Ich besitze noch zwei Minigrills in Form von Coca-Cola Kisten. Natürlich aus Blech. Kunststoff wäre in diesem Fall nicht ganz so geschickt. Denn es wird ja ziemlich heiß auf dem Grill. Das muss man hier dem Laien mal in aller Deutlichkeit sagen!
Ich habe also diese beiden “Cola-Kisten” in die Mitte des Grills gestellt und seitlich die heissen Kohlen verteilt. In jeweils eine Cola-Kiste habe ich eine Bierdose mit dem aufgestülpten Hähnchen gestellt. Deckel drauf und fertig. Nach ca. 25 Minuten waren die Hähnchen fertig. Zwischendrin sollte man öfter mal den Deckel abnehmen und die Hähnchen ein wenig drehen. Sonst verbrennen Sie. Auf den Fotos sieht man auch, dass es teilweise doch sehr heiss wird. Man kann sie auch über einen kurzen Zeitraum ohne Deckel grillen.
Nachdem wir die Hähnchen aus dem Grill gehoben (was gar nicht so einfach war) und zubereitet haben, wurde im Garten gespeist. Geschmacklich waren die Broiler 1a. Ich habe noch nie so saftige Hähnchen gegessen. Zwei Kinder und zwei Erwachsene haben innerhalb kürzester Zeit zwei komplette Grillhähnchen vertilgt. Hier muss noch angemerkt werden, dass wir natürlich vorher die Bierdosen aus dem Hinterteil der Vögel entfernt haben. Sonst wäre das für den Magen etwas zu schwer geworden.
John Fogerty in Mainz
Am Samstag den 17. Juli war es so weit. Im Mainzer Volkspark ist Rocklegende John Fogerty aufgetreten. Bekannt geworden ist er als Sänger und Kopf von CCR (Creedence Clearwater Revival). Und genau diese Songs hat er auch an diesem Abend gespielt. Einige wenige Stücke von seinen letzten Alben und auch ein paar fremde Sachen wie “Pretty Woman” oder “Big Train from Memphis”. Aber los ging es mit dem Kracher “Hey Tonight”. Von Anfang an wurde das Open Air Gelände in einen Rockkessel umgewandelt. Stimmung von der ersten bis zur letzten Minute. 3000 Zuschauer haben sich dieses Erlebnis nicht nehmen lassen. Ein paar Sparbrötchen gab es natürlich auch. Diese Gruppe von ca. 20 bis 30 Personen hat sich das Konzert von ganz hinten über den Zaun angesehen. Für diese Schmeißfliegen hatte der gute John auch noch ein paar warme Worte übrig.
Es war ein schöner warmer Sommerabend, der ein bißchen Woodstock-Feeling verbreitete. Es ist zwar ein weit hergeholter Vergleich, den Mainzer Volkspark mit Woodstock zu vergleichen. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass diese Stimmung damals ähnlich war. Und wenn ich mir so einige Leute aus dem Publikum angesehen habe, haben sie sich seit Woodstock nicht verändert. Vielleicht ist das Haar etwas grauer und lichter geworden. Aber Kinder des Friedens und der Liebe sind sie geblieben. Und zum Teil auch richtige
Rocker und Roller.
Nach gut 2 Stunden wurde das Konzert mit den obligatorischen Zugaben “Rockin’ all over the world” und “Proud Mary” beendet. Und jeder der Zuschauer ist mit einem lächeln im Gesicht und zufrieden nach Hause gegangen. Und in jedem Gesicht stand geschrieben “Der hätte auch noch 2 Stunden länger spielen können”.
Hier noch die Setlist:
- HEY TONIGHT
- GREEN RIVER
- WROTE A SONG FOR EVERYONE
- WHO’LL STOP THE RAIN
- LOOKIN’ OUT MY BACKDOOR
- RAMBLE TAMBLE
- BORN ON THE BAYOU
- WHEN WILL I BE LOVED
- COTTON FIELDS
- DON’T YOU WISH IT WAS TRUE
- GARDEN PARTY
- MIDNIGHT SPECIAL
- HAVE YOU EVER SEEN THE RAIN
- PRETTY WOMAN
- BIG TRAIN FROM MEMPHIS
- SUMMERTIME BLUES
- RAMBUNCTIOUS BOY
- KEEP ON CHOOGLIN’
- DOWN ON THE CORNER
- OLD MAN DOWN THE ROAD
- BAD MOON RISING
- FORTUNATE SON
- ROCKIN ALL OVER THE WORLD
- PROUD MARY
Hier noch ein kleiner Nachtrag:
Maahn Froind und Kupferssstecher Theo hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es in Woodstock damals geregnet hat. Natürlich hat es in Woodstock damals 3 Tage am Stück geschifft und in Mainz nicht. Aber die Stimmung war bestimmt genauso gut.
Und was ich noch sagen wollte. In Mainz wurde dieses mal nicht die 17 Minuten Version von “I heard it through the grapevine” gespielt. Was ich auch sehr schade fand.
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