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Kaaft Zug-Plakettcher

Ist rheinhessisch und heißt auf deutsch “Kauft Zug Plaketten”. Das haben wir auch am Samstag erledigt, als wir zu einem Einkaufsbummel nach Mainz durchgestartet sind.
Das diesjährige “Zug-Plakettcher” ist der “Lackaff” aus der Familie der Schwellköppe und ist in den Farben Blau, Gelb und Rot erhältlich. An jeder Ecke in der Mainzer Fußgängerzone gibt es Verkaufsstände des Mainzer Carneval-Vereins. Man kann die Zugplakette aber auch beim MCV direkt im Online-Shop bestellen.

Kaaft Zug-Plakettcher diese schmucke, wer kääns hot, derf aach nit gucke!

The Queen of Rock

2011_chi_coltrane_011 Chi Coltrane, Rocklegende der 70er Jahre, war in Mainz beim SWR zu Gast. Hier gab sie am 1. April im Funkhaus ein Studiokonzert vor 220 Zuschauern. Die Karten gab es nicht zu kaufen, sondern sie wurden verlost. Sohnemann Danito war dieses mal der glückliche Gewinner und seine Eltern durften ihn begleiten. Das Konzert begann dieses mal etwas ungewöhnlich. Vor dem eigentlichen Konzert unterhielt sich SWR1 Musikchef Werner Köhler mit Chi Coltrane. Hier hat der Zuschauer einige Dinge über Chi erfahren, die so noch nie an die Öffentlichkeit geraten sind. Zu dem spricht sie hervorragend deutsch und man sieht ihr die 62 Jahre nicht an.

Nach diesem lockeren Auftakt begann das eigentliche Konzert. Sie begleitete sich selbst am Klavier, so wie sie das schon immer gemacht hat. Begleitet wurde sie von der SWR Allstar Band. Diese bestand aus Alex Auer an der Gitarre, bekannt von der Xavier Naidoo Band. Armin Rühl am Schlagzeug, der sonst bei Herbert Grönemeyer den Takt angibt. Und am Bass Thomas “Chuck” Tscheschner, Musikredakteur von SWR1, der u.a. auch schon bei Udo Jürgens in der Band einen heissen Darm zupfte.2011_chi_coltrane_020

Das Konzert war ein Konzert der Extraklasse. Die Finger von Chi Coltrane flogen in einer Leichtigkeit über die Tasten und auch gleichzeitig mit einem irren Druck. Dazu eine Stimme, die die gesamte stimmliche Bandbreite abdeckte. Aus dieser Mischung entstand der wahnsinns Rocksound, der sie berühmt gemacht hat. Fetzige Rocknummern wie “Thunder and Lightning” (ihr wohl bekanntester Hit) oder Rockballaden wie ihr neuer Song “Yesterday, Today and Forever” (so heisst auch das aktuelle Album) gaben dem Konzert einen besonderen Kontrast. Mein persönlicher Lieblingssong war “Go like Elijah”. Es war für jeden etwas dabei. Auch etwas Blues und Gospel haben nicht gefehlt. Dazu kam natürlich das überragende Zusammenspiel der Band, die sich einen Tag vor dem Konzert getroffen hat, um die Songs zu proben.

2011_chi_coltrane_028 Nachdem Konzert gab es noch den Star zum Anfassen. Sie hat sich besonders viel Zeit genommen, um Autogramme zu geben und sich mit ihren Fans zu unterhalten. Und die richtig eingefleischten Fans hatten sogar ihre Original Vinyl LPs und Singles dabei, um sie signieren zu lassen. Auch Danito bekam sein Autogramm und sogar ein gemeinsames Foto mit einem Weltstar. Alles in Allem war das mal wieder ein gelungener Abend, den SWR1 auf die Beine gestellt hat. Und diese “kleinen” Studiokonzerte mit großen Stars sind immer etwas besonderes.

 

Weitere Fotos gibt es noch unter folgenden Links: Meine Flickr Galerie und die SWR1 Galerie
Bereicht auf der SWR1 Seite

John Fogerty in Mainz

2010_jf_06 Am Samstag den 17. Juli war es so weit. Im Mainzer Volkspark ist Rocklegende John Fogerty aufgetreten. Bekannt geworden ist er als Sänger und Kopf  von CCR (Creedence Clearwater Revival). Und genau diese Songs hat er auch an diesem Abend gespielt. Einige wenige Stücke von seinen letzten Alben und auch ein paar fremde Sachen wie “Pretty Woman” oder “Big Train from Memphis”. Aber los ging es mit dem Kracher “Hey Tonight”. Von Anfang an wurde das Open Air Gelände in einen Rockkessel umgewandelt. Stimmung von der ersten bis zur letzten Minute. 3000 Zuschauer haben sich dieses Erlebnis nicht nehmen lassen. Ein paar Sparbrötchen gab es natürlich auch. Diese Gruppe von ca. 20 bis 30 Personen hat sich das Konzert von ganz hinten über den Zaun angesehen. Für diese Schmeißfliegen hatte der gute John auch noch ein paar warme Worte übrig.

2010_jf_15 Es war ein schöner warmer Sommerabend, der ein bißchen Woodstock-Feeling verbreitete. Es ist zwar ein weit hergeholter Vergleich, den Mainzer Volkspark mit Woodstock zu vergleichen. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass diese Stimmung damals ähnlich war. Und wenn ich mir so einige Leute aus dem Publikum angesehen habe, haben sie sich seit Woodstock nicht verändert. Vielleicht ist das Haar etwas grauer und lichter geworden. Aber Kinder des Friedens und der Liebe sind sie geblieben. Und zum Teil auch richtige 2010_jf_20 Rocker und Roller.

Nach gut 2 Stunden wurde das Konzert mit den obligatorischen Zugaben “Rockin’ all over the world” und “Proud Mary” beendet. Und jeder der Zuschauer ist mit einem lächeln im Gesicht und zufrieden nach Hause gegangen. Und in jedem Gesicht stand geschrieben “Der hätte auch noch 2 Stunden länger spielen können”.

Hier noch die Setlist:

  • HEY TONIGHT
  • GREEN RIVER
  • WROTE A SONG FOR EVERYONE
  • WHO’LL STOP THE RAIN
  • LOOKIN’ OUT MY BACKDOOR
  • RAMBLE TAMBLE
  • BORN ON THE BAYOU
  • WHEN WILL I BE LOVED
  • COTTON FIELDS
  • DON’T YOU WISH IT WAS TRUE
  • GARDEN PARTY
  • MIDNIGHT SPECIAL
  • HAVE YOU EVER SEEN THE RAIN
  • PRETTY WOMAN
  • BIG TRAIN FROM MEMPHIS
  • SUMMERTIME BLUES
  • RAMBUNCTIOUS BOY
  • KEEP ON CHOOGLIN’
  • DOWN ON THE CORNER
  • OLD MAN DOWN THE ROAD
  • BAD MOON RISING
  • FORTUNATE SON
  • ROCKIN ALL OVER THE WORLD
  • PROUD MARY

Hier noch ein kleiner Nachtrag:
Maahn Froind und Kupferssstecher Theo hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es in Woodstock damals geregnet hat. Natürlich hat es in Woodstock damals 3 Tage am Stück geschifft und in Mainz nicht. Aber die Stimmung war bestimmt genauso gut.
Und was ich noch sagen wollte. In Mainz wurde dieses mal nicht die 17 Minuten Version von “I heard it through the grapevine” gespielt. Was ich auch sehr schade fand.