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Parkplätze an unserem Haus

Ich werde mal unseren geliebten Hausmitbewohner aus dem Osten fragen, ob er meinen Parkplatz braucht. Heute als ich von der Arbeit nach Hause kam, stand er schon halb auf meinem Parkplatz. Man gut dass ich so ein kleines Auto habe und mich gerade noch auf meinen angemieteten Parkplatz stellen konnte. Aber wenn er das nicht will, dass ich mich auf meinen angemieteten Parkplatz stelle, dann soll er das sagen. Dann kann er den Parkplatz auch noch haben. Ich würde dann mein Auto großzügigerweise an den Strassenrand stellen. Allerdings müsste er sich dann mit dem Vermieter wegen der Kosten auseinander setzen. Denn wenn ich an der Strasse parken muß, zahle ich dafür natürlich auch keine Miete. Ich müsste dann auch dem Vermieter die Kosten für die erhöhte Versicherungsprämie in Rechnung stellen. Denn dadurch, dass ich das Auto auf dem Grundstück parken kann, muß ich nicht so viel Versicherungsbeitrag bezahlen. Das fällt dann natürlich weg. Und auf den Kosten möchte ich ungerne sitzen bleiben.

Allerdings frage ich mich, was er mit so vielen Parkplätzen will. Er hat nur zwei Autos und immerhin drei Parkplätze. Wenn er jetzt noch meinen Parkplatz dazu kriegen würde, hätte er schon 4 Parkplätze. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. 4 Parkplätze für 2 Autos, das macht pro Auto 2 Parkplätze. Obwohl dann könnte man das Auto auf zwei Parkplätze mitten rein stellen und man kommt rechts und links aus dem Auto gut raus und auch wieder rein.

Es ist natürlich auch gar nicht so einfach ein 2 Meter breites Auto in eine 3 Meter breite Parklücke hinein zu manövrieren. Mit den Trabis damals im Osten war das sicherlich einfacher. Aber wer es in 20 Jahren nicht schafft, sich an die etwas größeren Abmessungen von Westautos zu gewöhnen, der wird es auch in den nächsten 20 Jahren nicht schaffen. Ich werde mal bei Frau Merkel einen Antrag stellen, dass ich von der Zahlung des Solidaritätsbeitrages befreit werde. Mein Beitrag zu Wiedervereinigung wäre, dass ich einem nicht anpassungsfähigen Ossi meinen Parkplatz zur Verfügung stelle.

Es kann natürlich auch sein, dass er die Parkplätze braucht, wenn die Verwandschaft aus dem Osten anreist. Die können dann direkt vor dem Haus parken und müssen nicht so weit laufen, bis sie im Haus sind. Allerdings wird das auch wieder so eine Sache werden. Die liebe Familie aus dem Osten kommt natürlich auch nicht mehr mit dem Trabant oder Wartburg angereist. Sondern ? Genau, mit einer großen Prozzerkarre aus Ingolstadt (liegt in Westdeutschland) wird hier dann vorgefahren. Nur das Auto ist noch breiter als ein westdeutscher Kleinwagen. Ob sie es dann schaffen das Auto in die 3 Meter breite Parklücke einzuparken ? Wir werden es sehen.

Einen Vorschlag hätte ich unserem lieben Nachbarn aus dem Erdgeschoss noch zu machen. Er könnte unseren Vermieter fragen, ob er nicht das Nachbargrundstück kaufen könnte und darauf auch noch Parkplätze baut. Dann hätte die ganze Brut aus den 5 teuren Bundesländern genug Platz. Allerdings weiß man nicht wie groß die Familienblase ist. Nachher muss der arme Nachbar nebendran auch noch sein Grundstück räumen und im schlimmsten Fall vielleicht noch sein Haus abreissen für neue Parkplätze. Für nur eine Familie mit 2 Autos. Aber unser Vermieter würde das bestimmt gerne machen. Denn der geliebte Nachbar wurde ja damit betraut, das Haus und deren Bewohner zu überwachen. Und so was konnten ja unsere Freunde von drieben. Da hat sich jeder selbst überwacht.

Wenn sich jetzt jemand fragt, ob ich was gegen Ossies hätte. Nein, ganz und gar nicht. Aber rein zufälligerweise ist er ein Ossi. Und da macht es dann doppelt so viel spass.