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Der erste Auftritt …

… der Silverboys in der diesjährigen Kampagne, war die Teufelssitzung der TuS Wörrstadt. Unter dem tosenden Applaus der Damen absolvierten wir gaaanz souverän unseren Premieren-Tanz 2011. Weitere Berichte folgen auf der Homepage der Silverboys.

Männerballett

Bald ist es wieder so weit. Es steht die Fassenacht vor der Tür. Und die Silverboys, das ist das Männerballett in dem ich mittanze, sind mit den Vorbereitungen mitten drin. In vier Wochen wird der erste Auftritt in Wörrstadt auf der Teufelssitzung (Damensitzung) stattfinden. Eine Woche später, Auftritt auf der Prunksitzung in Wörrstadt. Und den Samstag nach Aschermittwoch tanzen wir in Armsheim auf dem 3. Männerballett-Turnier.

Den neuen Tanz kann ich hier natürlich noch nicht zeigen. Damit Ihr schon mal so langsam in Stimmung kommt, habe ich den Tanz aus 2010 von der Wörrstädter Prunksitzung für Euch auf YouTube hochgeladen. Gefilmt hat den Tanz unsere Nachbarin Conny. Ihr Mann, de Mischa, tanzt natürlich auch mit.

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Notdienstzentrale Wörrstadt

Der heutige Artikel in der Allgemeinen Zeitung Alzey hat mir doch ein leichtes Grinsen ins Gesicht getrieben, obwohl es eigentlich gar nicht zum Lachen ist. In dem Artikel steht geschrieben, dass im Frühjahr 2011 die Notdienstzentralen in Sprendlingen, Nieder-Olm und Wörrstadt geschlossen werden sollen. Diese Notdienstzentralen sind im Grunde die Hausarzt-Vertretungen ausserhalb der Sprechzeiten und am Wochenende. So weit, so gut.

Wenn man aber wirklich mal ein gesundheitliches Problem hat und in diesem Zusammenhang die Notdienstzentrale in Wörrstadt aufsucht, hat man eigentlich schon verloren. Am meisten beeindrucken mich die “exakten” telefonischen Ferndiagnosen des Telefonisten in der Notdienstzentrale. Ober Du Dir heisses Wasser über die Hand gegossen hast, der Fuß umgeknickt wurde oder Du nur einfach Kopfschmerzen hast, ist die Standardantwort: “Da können bzw. dürfen wir hier nichts machen. Sie müssen nach Alzey oder Mainz in die Klinik.”

Ähnlich geht es zu, wenn man die Notdienstzentrale direkt aufsucht, ohne vorher anzurufen. In der Hoffung, na vielleicht wird mir ja doch der Zutritt zu den heiligen Hallen des Sprechzimmers gewährt. Doch bevor es so weit ist, muss man an den Torwächter mit dem verfilzten Haar, der auch Telefonist in Personalunion ist, vorbei kommen. Ich bewundere diesen Torwächter. Wie er aus sicherer Entfernung so gezielte Diagnosen erstellen kann. Er hebt seinen Hintern exakt 10cm aus seinem Bürostuhl, so dass er gerade so mit seinen Augen den Patienten vor ihm begutachten kann. Ein prüfender Blick von gerade mal 3,5 Sekunden reicht aus, um eine treffsichere Diagnose zu stellen. Die Antwort ist ernüchternd. “Da können wir hier nichts machen. Sie müssen nach Alzey oder Mainz in die Klinik.” Die Antwort kommt einem bekannt vor, oder ? Genau, die gleiche Antwort gab es auch schon am Telefon.

Als betroffener Patient wird man da verrückt. Man schiebt schon einen Hals wenn man zum Telefonhöhrer greift oder man mit dem Auto in Richtung Notdienstzentrale fährt. Weil man ganz genau weiss, es bringt sowieso nichts. Wir nehmen lieber den Weg nach Alzey in Kauf, als in die Katakomben der Lustlosen zu fahren. Aus unserer Sicht, wäre es kein Verlust, wenn der Laden geschlossen wird. Wegen einer Erkältung gehe ich da auch nicht hin. Muss sowieso alles selbst bezahlt werden und die Apotheken haben eine bessere Beratung, als die des Torwächters der Notdienstzentrale. Es ist natürlich schade für die alten Leutchen.

Ich kann nachvollziehen, dass die KV RLP sagt , die Notdienstzentralen seien uneffektiv und nicht rentabel. Warum sind sie es denn ? Weil sich jeder schon den Weg in die umliegenden Kliniken macht. Weil jeder weiß, es bringt eh nichts die Notdienstzentrale aufzusuchen, weil niemand Lust hat, auch nur einen Finger zu bewegen. Ausser sich vielleicht 10cm vom Bürostuhl zu erheben.

Ich kann hier natürlich nur von Wörrstadt sprechen. Wie es in Nieder-Olm oder Sprendlingen aussieht, weiß ich nicht. Aber es ist traurig, dass es soweit gekommen ist. Ich wollte schon immer mal einen Leserbrief an die AZ schreiben und kritisch hinterfragen, ob diese Notdienstzentrale ihre Daseinsberechtigung hat. Das hat sich ja wohl jetzt erledigt. Verbockt haben sie es selbst!